Das gemeinsame Zelteln war vor gut 20 Jahren fester Bestandteil unseres Vereinslebens, zuerst einige Jahre auf dem Zeltplatz St. Anna, später dann in Mittermarchenbach. Jedoch schlief die Aktion – wie es so oft der Fall ist im Leben – irgendwann ein.
In den letzten Jahren kamen immer wieder vereinzelte Mitglieder auf uns mit der Anregung zu, ob wir nicht mal ein Zelten auf St. Anna anbieten möchten. Die Überraschung, dass dies früher schon öfter gemacht wurde, war dabei nicht selten groß. Als wir im Frühjahr unsere Jahresplanung für 2026 auf die Beine stellten, kam das Thema wieder auf den Tisch und wir beschlossen, der Sache zumindest eine neue Chance zu geben und sie heuer fest einzuplanen.
Und so kam es, dass sich am Samstag den 11. Juli bei bestem Wetter 21 Erwachsene und 23 Kinder auf dem Zeltplatz zu St. Anna in Thalhausen zusammenfanden, ihre Zelte aufschlugen und eine ziemlich gute Zeit miteinander verbrachten. Vom Angebot, nur ein paar nette Stunden mit uns zu verbringen, dann aber in das bequeme Bett zuhause zu schlüpfen, machten lediglich zwei Familien Gebrauch.
Einen ganzen Nachmittag und Abend lang, bis in die Nacht hinein, wurde geredet und gelacht, neue Bekanntschaften wurden geschlossen und alte gepflegt. Verhungern und verdursten musste dabei glücklicherweise keiner: Der Kühlschrank war prall gefüllt mit kühlen Getränken, unsere Grillmeister versorgten uns mit Rostbratwürsten in der Semmel und dank unserer Gäste gab es ein wunderbares Buffet mit Beilagen und Süßem. Später genossen wir am Lagerfeuer Stockbrot und Marshmallows. Nicht unerwähnt bleiben dürfen all die fleißigen Kinder, die die hierfür benötigten Stöcke mit viel Eifer und Begeisterung frisch geschnitzt hatten.
Apropos Kinder: Die waren die ganze Zeit über bestens beschäftigt. Während die Kleinkinder fröhlich im Wasser planschten und das Versorgerhaus erkundeten, versuchten sich die Älteren an der Slackline, fetzten ballspielend über den Zeltplatz und hielten ihre eigene WM ab. Dass gerade das richtig viel Spaß gemacht haben muss, zeigte sich am nächsten Morgen kurz vor 7 Uhr, als die Meute (gerade erst gähnend aus dem Zelt gekrabbelt) schon wieder begeistert Fußball spielte.
Nach einer somit nicht unbedingt langen Nacht freuten sich alle ganz besonders, als wir von unserer ehemaligen ersten Vorsitzenden Trixie Neumair mit frischem Kaffee, Semmeln und Brezn verwöhnt wurden. So saßen wir also alle noch gemütlich beim Frühstück zusammen, bis es schließlich ans Aufräumen und Zusammenpacken ging und man sich mit den Worten „Das machen wir nächstes Jahr wieder!“ voneinander verabschiedete.
Wir möchten uns ganz besonders bei Herrn Jaensch, dem Verwalter des Jugendhauses, bedanken, ohne dem dieses großartige Wochenende gar nicht möglich gewesen wäre. Ein weiteres Danke geht an die Waldläufer fürs Ausleihen der Schnitzmesser und das liebe Angebot, die Ausrüstung vor Ort nutzen zu dürfen.

